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Dienstag, 24. August 2010

Siebenbürgen - Die Geschichte

Die Geschichte Siebenbürgens (im heutigen Rumänien) und der Siebenbürger Sachsen. Ein Rückblick von der Einwanderung der ersten Deutschen in Rumänien bis zur Auswanderung in unserer Zeit.

Freitag, 7. Mai 2010

Selbstverwaltung für Szeklerland

Als Szeklerland (ungarisch Székelyföld, rumänisch Ţinutul Secuiesc bzw. Secuime, lateinisch Terra Siculorum) wird das Gebiet im Osten von Siebenbürgen in Rumänien bezeichnet, in dem die Szekler, eine ungarischsprachige Volksgruppe, siedeln.


Geografie

Das historische Szeklerland befindet sich im Osten des Siebenbürger Beckens, innerhalb des Karpatenbogens und z. T. in den Ostkarpaten im zentralen Teil Rumäniens. Das Gebiet umfasst den größten Teil der heutigen rumänischen Kreise Harghita und Covasna, den mittleren Teil des Kreises Mureş, kleinere Teile der Kreise Alba und Cluj (die Ortschaften des ehemaligen Szeklerstuhls Aranyos um die Gemeinde Unirea (Oberwinz)), sowie einzelne Gemeinden der Kreise Neamţ (die Gemeinden Bicazu Ardelean, Bicaz-Chei und Dămuc) und Bacău (die Gemeinde Ghimeş-Făget).
Das kulturelle und politische Zentrum des Szeklerlandes war früher die Stadt Székelyudvarhely (Odorheiu Secuiesc) westlich des Harghita-Gebirges. Weitere wichtige Orte waren Marosvásárhely (Târgu Mureş), Csíkszereda (Miercurea Ciuc) und Sepsiszentgyörgy (Sfântu Gheorghe). Heute gilt Târgu Mureş als das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Szekler in Siebenbürgen.

Bevölkerung

In den Kreisen Harghita, Covasna und Mureş lebten 2002 insgesamt etwa 1,13 Mio. Einwohner; davon waren 670.000 Ungarn (ca. 59%, die meisten davon Szekler) und 407.000 Rumänen (36%). In den Kreisen Harghita und Covasna lag der Anteil der ungarischsprachigen Bevölkerung bei 84,6 bzw. 73,8%, in Mureş bei 39,3%.

Im Jahr 1910 lebten in dem gleichen Gebiet ca. 777.340 Einwohner, davon waren 542.400 Ungarn (ca. 69%, die meisten davon Szekler) und 183.000 Rumänen (23%). In den Gebieten der Kreise Harghita und Covasna lag der Anteil der ungarischsprachigen Bevölkerung bei 92,7% bzw. 87,4%, im Gebiet des Kreises Mureş bei 48,8%.


Geschichte

Gebiete der drei privilegierten Stände im Fürstentum Siebenbürgen: blau Szekler, grau Sachsen, gelb Adel
Komitate und Stühle im Großfürstentum Siebenbürgen um 1770
Eine Heldensäule der Szekler (kopjafa), wie sie für die Region typisch ist.

Im mittelalterlichen Königreich Ungarn sowie im Fürstentum- bzw. Großfürstentum Siebenbürgen besaßen die Szeklerstühle - Gerichts- und Gebietskörperschaften der Szekler, die sich bis zum 14. Jahrhundert herausgebildet hatten - eine weitreichende Autonomie (ähnlich den Sieben Stühlen der Sachsen auf Königsboden). Bis bis 1876 bestanden im Szeklerland (abgesehen von zeitweiligen Umgliederungen) die Stühle (ungarisch szék):

* Maros (Mieresch) – Hauptort Marosvásárhely
* Udvarhely (Oderhellen) – Hauptort Székelyudvarhely, mit den eingeschränkt autonomen Filialstühlen
o Keresztúr (Kreuz) - Hauptort Székelykeresztúr
o Bardócz (Bardotz) - Hauptort Bardócz (ab dem 17. Jahrhundert)
* Csik (Tschik) – Hauptort Csíkszereda, mit den weitgehend autonomen Teilstühlen
o Gyergyó – Hauptort Gyergyószentmiklós
o Kászon - Hauptort Kászonújfalu (Neudorf)
* Háromszék (Drei Stühle) - um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert entstanden als Zusammenschluss der Stühle
o Sepsi – Hauptort Sepsiszentgyörgy, mit dem Teilstuhl Miklósvár (Nickelsburg)
o Kézdi – Hauptort Kézdivásárhely
o Orbai – Hauptort Kovászna
* Aranyos (Aranyosch) – Hauptort Felvinc (Oberwinz). Der Stuhl war eine Exklave im Komitat Fehér (Weißenburg, Alba)

Nach dem Österreichisch-Ungarischen Ausgleich und der Wiedereingliederung Siebenbürgens in das Königreich Ungarn im Jahr 1867, wurden die Szeklerstühle aufgelöst, in Komitaten neu gegliedert und verloren damit ihren autonomen Status. Seit der Gebietsreform der siebenbürgischen Verwaltungseinheiten von 1876 verteilte sich das Szeklerland auf die Komitate:

* Maros-Torda mit Verwaltungssitz Marosvásárhely
* Csík mit Verwaltungssitz Csíkszereda
* Udvarhely mit Verwaltungssitz Székelyudvarhely
* Háromszék mit Verwaltungssitz Sepsiszentgyörgy
* Torda-Aranyos mit Verwaltungssitz Torda

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde 1920 in dem Vertrag von Trianon Siebenbürgen mitsamt dem Szeklerland Rumänien zugeschlagen. Die Komitate bestanden bis 1925 weiter als Comitate unter den rumänischen Namen:

* Mureş-Turda mit Verwaltungssitz Târgu Mureş
* Ciuc mit Verwaltungssitz Miercurea Ciuc
* Odorhei mit Verwaltungssitz Odorheiu Secuiesc
* Trei Scaune mit Verwaltungssitz Sfântu Gheorghe
* Turda-Arieş mit Verwaltungssitz Turda

Mit dem Zweiten Wiener Schiedsspruch von 1940 erhielt Ungarn unter deutschem Druck den nördlichen Teil Siebenbürgens mit dem Szeklerland noch einmal für 4 Jahre zurück. 1944 wurde das Szeklerland zunächst von der Roten Armee und den Rumänen besetzt; Rumänien übernahm daraufhin wieder die Verwaltung für diese Territorien. In der Pariser Friedenskonferenz von 1946 wurde die ungarisch-rumänische Grenze aus der Vorkriegszeit wiederhergestellt.

Zwischen 1952 und 1968 stellte das Gebiet nach sowjetischem Vorbild eine Autonome Ungarische Provinz (rumänisch Regiunea Autonomă Maghiară, ungarisch Magyar Autonóm Tartomány) innerhalb Rumäniens dar. Heutzutage besteht unter vielen der ansässigen Szekler der Wunsch, wieder eine autonome Provinz ins Leben zu rufen, um die Rechte der magyarischen Minderheit effektiver zu schützen. Diese Pläne stoßen jedoch auf offizieller rumänischer Seite bisher weitgehend auf Ablehnung; es wird befürchtet, dass eine solche Autonomie die territoriale Integrität Rumäniens in Frage stellen könnte.

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Ady Endre: Góg és Magóg fia vagyok én vs. Ich bin ein Sohn von Gog und Magog



Góg és Magóg fia vagyok én

Góg és Magóg fia vagyok én,
Hiába döngetek kaput, falat
S mégis megkérdtem tőletek:
Szabad-e sírni a Kárpátok alatt?

Verecke híres útján jöttem én,
Fülembe még ősmagyar dal rivall,
Szabad-e Dévénynél betörnöm
Új időknek új dalaival?

Fülembe forró ólmot öntsetek,
Legyek az új, az énekes Vazul,
Ne halljam az élet új dalait,
Tiporjatok reám durván, gazul.

De addig sírva, kínban, mit se várva
Mégis csak száll új szárnyakon a dal,
S ha elátkozza százszor Pusztaszer,
Mégis győztes, mégis új és magyar.



Ich bin ein Sohn von Gog und Magog

Ich bin ein Sohn von Gog und Magog, klopfe –
O Tore, Mauern! – überall vergeblich an
Und frage euch, und frage euch dennoch, ob man
Wohl unter den Karpaten weinen kann.

Vom Osten bin ich den berühmten Weg gekommen,
Die Lieder Ungarns schallten mir ins Ohr.
Ich frag: Brech ich von Dévény her, vom Westen,
Mit neuen Liedern neuer Zeit hervor?

Bin ich aus Árpáds Haus ein neuer Sänger,
Gießt mir die Ohren zu mit heißem Blei,
Daß ich nicht hör des Lebens neue Lieder,
Schlagt mich zusammen, tretet mich zu Brei.

Und quält’ sich dieses Lied auch, nichts erwartend,
Auf einer Schwinge fliegt’s, der keine andre glich.
Und wenn’s die Gestrigen auch tausendmal verfluchen,
Ist es doch sieghaft, neu und ungarisch.



1977, Arion. Nemzetközi költői almanach, Corvina Kiadó, Budapest

Freitag, 6. November 2009

Freedom for SZÉKELYFÖLD-Szeklerland

Székely Land (Hungarian: Székelyföld; Latin: Terra Siculorum; Romanian: Ţinutul Secuiesc) refers to the territories inhabited by the Székely, a Hungarian people living in eastern Transylvania, centre of present-day Romania. They live in the valleys and hills of the Eastern Carpathian Mountains, corresponding to the present-day Harghita, Covasna, and parts of Mureş Counties in Romania.

Originally, the name Székely Land, or Szekler Land denoted an autonomous region within Transylvania. It existed as a legal entity from medieval times until 1876, when its role was replaced by the county system.

There are approximately 670,000 Székelys living in Székely Land, or 59% of the populations of Harghita, Covasna and Mureş counties. The percentage of Székelys is higher in Harghita and Covasna (84.6% and 73.8% respectively), and lower in Mureş County, which was not entirely part of the traditional region (39.3%).

From the 12th and 13th centuries until 1876, the Székely Land enjoyed a considerable but varying amount of autonomy, first as a part of the Kingdom of Hungary, then inside the Principality of Transylvania, and finally as a part of the Habsburg Empire. The autonomy was largely due to the military service the Székely provided until the beginning of the 18th century. Medieval Székely Land was an alliance of the seven autonomous Székely Seats of Udvarhely, Csík, Maros, Sepsi, Kézdi, Orbai and Aranyos. The number of seats later decreased to five, when Sepsi, Kézdi and Orbai Seats were united into one territorial unit called Háromszék (literally Three Seats).
As a result of the Austro-Hungarian Compromise of 1867, Transylvania became again part of the Kingdom of Hungary within Austria-Hungary and ceased to exist as a separate legal or administrative entity. In 1876, a general administrative reform abolished all the autonomous areas in the Kingdom of Hungary and created a unified system of counties. As a result, the autonomy of the Székely Land came to an end as well. Four counties were created in its place: Udvarhely, Háromszék, Csík, and Maros-Torda. (Only half of the territory of Maros-Torda originally belonged to Székely Land.) The isolated Aranyosszék became a district of Torda-Aranyos county.
In the Treaty of Trianon of 1920 following World War I, the Kingdom of Romania acquired Transylvania. The Romanian language officially replaced Hungarian in Székely Land, but Székely county boundaries were preserved, and Székely districts were able to elect their own officials at local level and to preserve a Hungarian-language education.
In 1940, Romania was forced to cede Northern Transylvania to Hungary in the Second Vienna Award; this territory included most of the historical Székely areas. Hungarian authorities subsequently restored the pre-Trianon structure with slight modifications.

A Székely village in Covasna County, with the Southern Carpathians in the background

Following the territory's return to Romania after World War II, a Hungarian Autonomous Region was created in 1952, which encompassed most of the land inhabited by the Székely. This region lasted until 1968 when the administrative reform divided Romania into the current counties. Roughly speaking, present-day Harghita County encompasses the former Udvarhely and Csík; Covasna County covers more or less the territory Háromszék; and what used to be Maros-Torda is part of present-day Mureş County. The former Aranyosszék is today divided between Cluj and Alba Counties.
After the fall of Communism, many hoped that the former Hungarian Autonomous Region, abolished by the Ceausescu Regime, would soon be restored again. This has not come true, however, there are Székely autonomy initiatives[1][2] and further efforts from Székely organisations to reach a higher level of self-governance for Székely Land within Romania.

On the 2nd of February, 2009, Romanian President Traian Basescu has met in Budapest, Hungary with Hungarian President László Sólyom and discussed issues regarding minority rights and regional autonomy. Basescu affirmed "The Hungarian minority will never be given territorial autonomy".