Dienstag, 24. August 2010
Siebenbürgen - Die Geschichte
Freitag, 7. Mai 2010
Arany János: Aufklang zu Prinz Csaba *

Arany entstammt dem verarmten Kleinadel. Zunächst arbeitete er als Lehrer, Schauspieler und Notar. Doch schon 1846 hatte er mit seiner ersten Novelle einen großen Erfolg. Noch im selben Jahr beendete er sein Meisterwerk Toldi, für das er den Kisfaludy-Preis erhielt. In Toldi wird die Geschichte eines Helden aus dem Volk erzählt, wodurch er das aufkommende Nationalbewusstsein der Ungarn förderte. Während des ungarischen Freiheitskampfes von 1848/49 verfasste er aus diesem Grund patriotische Gedichte.
Sein Leidenschaft wandelte sich in Pessimismus um, und 1877 zog er sich aus verschiedenen Aktivitäten zurück. Ihm blieb nur noch die lyrische und epische Arbeit, die für ihn eine Verbindung zwischen der schriftlosen Volksdichtung und der abstrakteren Kunstliteratur war. Arany vollendete die Toldi-Trilogie mit Toldis Abend (1854) und Toldis Liebe (1879).
Sein Sohn László Arany war ebenfalls Dichter.
Aufklang zu Prinz Csaba *
(BRUCHSTÜCKE EINER HUNNENSAGE)
Schau ich in das Dunkel, Dunkel finstrer Nächte,
als ob ich der Urzeit Rätsel lösen möchte,
schau ich, schau ich lange, schau versonnen, starr:
weichen Nacht und Nebel, und ich sehe klar:
längst versunkne Bilder einstiger Gestalten,
wie im Leben wieder schalten sie und walten,
Hunnen, junge braune Recken hoch zu Roß,
hör die Pfeile schwirren, seh den mächtigen Troß.
Nun sind sie versammelt schon zum frohen Mahle,
leeren Becher Stutenmilchweins viele Male,
singen auch, ich hör es, fröhlich sind sie heut,
gegenwärtig wird mir die Vergangenheit.
Auch Jagdhörner hör ich in den Wäldern hallen,
seh erlegte Hirsche, doch auch Mannen fallen,
denn die Kriegsposaune ist es, die jetzt schallt,
Pferde, Ohren spitzend, Helden mit Gewalt
stürzen auf den Feind sich mit des Windes Eile,
bis der Staub verfliegt, es dauert eine Weile,
eh' die Schar vom Heldennachwuchs kommt in Sicht,
aber nicht des Etzels düstres Angesicht.
Dieses seh ich nur vom Hunnenfriedhof winken,
denn der Hunnen Sonne ist bereits im Sinken.
Braungelockter Csaba, blond ist Aladar,
ringen um die Macht, die Vater Etzels war.
Doch nun währt der Kampf schon in des Kelems Ländern.
Wird das Kriegsglück sich bis zum Mondwechsel ändern?
Csaba blieb allein verschont vom Untergang,
einziger Stern am Himmel, leuchte er mir lang...
Soll ich wagen, meine Feder noch zu schwingen?
Schreiben, was mir vorschwebt, wird es mir gelingen?
Bis des Lebens Gipfel ich erklommen hab,
ging es immer aufwärts, nunmehr gehts bergab.
Meinen Pfad, den langen, kann ich überblicken,
Sonnenschein und Trübnis wechselten in Stücken,
doch was noch bevorsteht, liegt in Wolken schon,
wer weiß, welche Tücken meinem Abstieg drohn?
Wer weiß, wenn ich stolpre, was noch folgt im weitern?
Aus dem Unterfangen wird ein kläglich Scheitern.
Weil ich nie bestiegen hab den höchsten Berg,
ist die Mühe müßig, Bruchstück bleibt mein Werk?
Und wenn, armer Mann, ich doch hinstreb zum Ziele,
ob ich nicht zuvor noch in die Ohnmacht fiele?
Was ist's, was mich antreibt, dennoch Mut mir macht?
Eine innere Stimme, auf die geb ich acht.
Sie ist's, die dem Vogel zwitschert die Befehle,
daß er im Spätsommer neu zu baun nicht fehle
sein zerstörtes Nest, und ebenso die Spinne
ihr gerißnes Netz doch immer neu beginne.
Lauter tönt das Machtwort in des Dichters Leib:
"Wenn auch spät, wenn brüchig, unverlangt - du schreib!"
GÉZA ENGL
* sprich Tschaba
Selbstverwaltung für Szeklerland

Geografie
Das historische Szeklerland befindet sich im Osten des Siebenbürger Beckens, innerhalb des Karpatenbogens und z. T. in den Ostkarpaten im zentralen Teil Rumäniens. Das Gebiet umfasst den größten Teil der heutigen rumänischen Kreise Harghita und Covasna, den mittleren Teil des Kreises Mureş, kleinere Teile der Kreise Alba und Cluj (die Ortschaften des ehemaligen Szeklerstuhls Aranyos um die Gemeinde Unirea (Oberwinz)), sowie einzelne Gemeinden der Kreise Neamţ (die Gemeinden Bicazu Ardelean, Bicaz-Chei und Dămuc) und Bacău (die Gemeinde Ghimeş-Făget).
Das kulturelle und politische Zentrum des Szeklerlandes war früher die Stadt Székelyudvarhely (Odorheiu Secuiesc) westlich des Harghita-Gebirges. Weitere wichtige Orte waren Marosvásárhely (Târgu Mureş), Csíkszereda (Miercurea Ciuc) und Sepsiszentgyörgy (Sfântu Gheorghe). Heute gilt Târgu Mureş als das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Szekler in Siebenbürgen.
Bevölkerung

In den Kreisen Harghita, Covasna und Mureş lebten 2002 insgesamt etwa 1,13 Mio. Einwohner; davon waren 670.000 Ungarn (ca. 59%, die meisten davon Szekler) und 407.000 Rumänen (36%). In den Kreisen Harghita und Covasna lag der Anteil der ungarischsprachigen Bevölkerung bei 84,6 bzw. 73,8%, in Mureş bei 39,3%.
Im Jahr 1910 lebten in dem gleichen Gebiet ca. 777.340 Einwohner, davon waren 542.400 Ungarn (ca. 69%, die meisten davon Szekler) und 183.000 Rumänen (23%). In den Gebieten der Kreise Harghita und Covasna lag der Anteil der ungarischsprachigen Bevölkerung bei 92,7% bzw. 87,4%, im Gebiet des Kreises Mureş bei 48,8%.
Geschichte
Gebiete der drei privilegierten Stände im Fürstentum Siebenbürgen: blau Szekler, grau Sachsen, gelb Adel
Komitate und Stühle im Großfürstentum Siebenbürgen um 1770
Eine Heldensäule der Szekler (kopjafa), wie sie für die Region typisch ist.
Im mittelalterlichen Königreich Ungarn sowie im Fürstentum- bzw. Großfürstentum Siebenbürgen besaßen die Szeklerstühle - Gerichts- und Gebietskörperschaften der Szekler, die sich bis zum 14. Jahrhundert herausgebildet hatten - eine weitreichende Autonomie (ähnlich den Sieben Stühlen der Sachsen auf Königsboden). Bis bis 1876 bestanden im Szeklerland (abgesehen von zeitweiligen Umgliederungen) die Stühle (ungarisch szék):
* Maros (Mieresch) – Hauptort Marosvásárhely
* Udvarhely (Oderhellen) – Hauptort Székelyudvarhely, mit den eingeschränkt autonomen Filialstühlen
o Keresztúr (Kreuz) - Hauptort Székelykeresztúr
o Bardócz (Bardotz) - Hauptort Bardócz (ab dem 17. Jahrhundert)
* Csik (Tschik) – Hauptort Csíkszereda, mit den weitgehend autonomen Teilstühlen
o Gyergyó – Hauptort Gyergyószentmiklós
o Kászon - Hauptort Kászonújfalu (Neudorf)
* Háromszék (Drei Stühle) - um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert entstanden als Zusammenschluss der Stühle
o Sepsi – Hauptort Sepsiszentgyörgy, mit dem Teilstuhl Miklósvár (Nickelsburg)
o Kézdi – Hauptort Kézdivásárhely
o Orbai – Hauptort Kovászna
* Aranyos (Aranyosch) – Hauptort Felvinc (Oberwinz). Der Stuhl war eine Exklave im Komitat Fehér (Weißenburg, Alba)
Nach dem Österreichisch-Ungarischen Ausgleich und der Wiedereingliederung Siebenbürgens in das Königreich Ungarn im Jahr 1867, wurden die Szeklerstühle aufgelöst, in Komitaten neu gegliedert und verloren damit ihren autonomen Status. Seit der Gebietsreform der siebenbürgischen Verwaltungseinheiten von 1876 verteilte sich das Szeklerland auf die Komitate:
* Maros-Torda mit Verwaltungssitz Marosvásárhely
* Csík mit Verwaltungssitz Csíkszereda
* Udvarhely mit Verwaltungssitz Székelyudvarhely
* Háromszék mit Verwaltungssitz Sepsiszentgyörgy
* Torda-Aranyos mit Verwaltungssitz Torda
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde 1920 in dem Vertrag von Trianon Siebenbürgen mitsamt dem Szeklerland Rumänien zugeschlagen. Die Komitate bestanden bis 1925 weiter als Comitate unter den rumänischen Namen:
* Mureş-Turda mit Verwaltungssitz Târgu Mureş
* Ciuc mit Verwaltungssitz Miercurea Ciuc
* Odorhei mit Verwaltungssitz Odorheiu Secuiesc
* Trei Scaune mit Verwaltungssitz Sfântu Gheorghe
* Turda-Arieş mit Verwaltungssitz Turda
Mit dem Zweiten Wiener Schiedsspruch von 1940 erhielt Ungarn unter deutschem Druck den nördlichen Teil Siebenbürgens mit dem Szeklerland noch einmal für 4 Jahre zurück. 1944 wurde das Szeklerland zunächst von der Roten Armee und den Rumänen besetzt; Rumänien übernahm daraufhin wieder die Verwaltung für diese Territorien. In der Pariser Friedenskonferenz von 1946 wurde die ungarisch-rumänische Grenze aus der Vorkriegszeit wiederhergestellt.
Zwischen 1952 und 1968 stellte das Gebiet nach sowjetischem Vorbild eine Autonome Ungarische Provinz (rumänisch Regiunea Autonomă Maghiară, ungarisch Magyar Autonóm Tartomány) innerhalb Rumäniens dar. Heutzutage besteht unter vielen der ansässigen Szekler der Wunsch, wieder eine autonome Provinz ins Leben zu rufen, um die Rechte der magyarischen Minderheit effektiver zu schützen. Diese Pläne stoßen jedoch auf offizieller rumänischer Seite bisher weitgehend auf Ablehnung; es wird befürchtet, dass eine solche Autonomie die territoriale Integrität Rumäniens in Frage stellen könnte.
Montag, 30. November 2009
Donnerstag, 12. November 2009
Freitag, 6. November 2009
Freedom for SZÉKELYFÖLD-Szeklerland
Székely Land (Hungarian: Székelyföld; Latin: Terra Siculorum; Romanian: Ţinutul Secuiesc) refers to the territories inhabited by the Székely, a Hungarian people living in eastern Transylvania, centre of present-day Romania. They live in the valleys and hills of the Eastern Carpathian Mountains, corresponding to the present-day Harghita, Covasna, and parts of Mureş Counties in Romania.
Originally, the name Székely Land, or Szekler Land denoted an autonomous region within Transylvania. It existed as a legal entity from medieval times until 1876, when its role was replaced by the county system.
There are approximately 670,000 Székelys living in Székely Land, or 59% of the populations of Harghita, Covasna and Mureş counties. The percentage of Székelys is higher in Harghita and Covasna (84.6% and 73.8% respectively), and lower in Mureş County, which was not entirely part of the traditional region (39.3%).
From the 12th and 13th centuries until 1876, the Székely Land enjoyed a considerable but varying amount of autonomy, first as a part of the Kingdom of Hungary, then inside the Principality of Transylvania, and finally as a part of the Habsburg Empire. The autonomy was largely due to the military service the Székely provided until the beginning of the 18th century. Medieval Székely Land was an alliance of the seven autonomous Székely Seats of Udvarhely, Csík, Maros, Sepsi, Kézdi, Orbai and Aranyos. The number of seats later decreased to five, when Sepsi, Kézdi and Orbai Seats were united into one territorial unit called Háromszék (literally Three Seats).
As a result of the Austro-Hungarian Compromise of 1867, Transylvania became again part of the Kingdom of Hungary within Austria-Hungary and ceased to exist as a separate legal or administrative entity. In 1876, a general administrative reform abolished all the autonomous areas in the Kingdom of Hungary and created a unified system of counties. As a result, the autonomy of the Székely Land came to an end as well. Four counties were created in its place: Udvarhely, Háromszék, Csík, and Maros-Torda. (Only half of the territory of Maros-Torda originally belonged to Székely Land.) The isolated Aranyosszék became a district of Torda-Aranyos county.
In the Treaty of Trianon of 1920 following World War I, the Kingdom of Romania acquired Transylvania. The Romanian language officially replaced Hungarian in Székely Land, but Székely county boundaries were preserved, and Székely districts were able to elect their own officials at local level and to preserve a Hungarian-language education.
In 1940, Romania was forced to cede Northern Transylvania to Hungary in the Second Vienna Award; this territory included most of the historical Székely areas. Hungarian authorities subsequently restored the pre-Trianon structure with slight modifications.
Following the territory's return to Romania after World War II, a Hungarian Autonomous Region was created in 1952, which encompassed most of the land inhabited by the Székely. This region lasted until 1968 when the administrative reform divided Romania into the current counties. Roughly speaking, present-day Harghita County encompasses the former Udvarhely and Csík; Covasna County covers more or less the territory Háromszék; and what used to be Maros-Torda is part of present-day Mureş County. The former Aranyosszék is today divided between Cluj and Alba Counties.
After the fall of Communism, many hoped that the former Hungarian Autonomous Region, abolished by the Ceausescu Regime, would soon be restored again. This has not come true, however, there are Székely autonomy initiatives[1][2] and further efforts from Székely organisations to reach a higher level of self-governance for Székely Land within Romania.
On the 2nd of February, 2009, Romanian President Traian Basescu has met in Budapest, Hungary with Hungarian President László Sólyom and discussed issues regarding minority rights and regional autonomy. Basescu affirmed "The Hungarian minority will never be given territorial autonomy".