Montag, 19. April 2010
Donnerstag, 25. März 2010
Donnerstag, 25. Februar 2010
Donnerstag, 18. Februar 2010
Dienstag, 26. Januar 2010
Arany János: Stirb singend
die Laute, die Laute
an dich: denn du weißt,
solang du in Übung
bleibst, löst sich, was Trübung war,
tröstlich im Geist.
Drum leg sie nicht nieder.
Auch wenn deine Glieder
nicht sieden von Wein
und Liebe: bereiten
nicht wechselnde Zeiten
dir Freude und Pein?...
Schön ist ja das Leben
bis in sein Verschweben.
Nur zehre am Rest
besonnen: erträume
für herbstliche Bäume
kein Sommernachtsfest.
Ist Hoffnung zerstoben,
deckt Aschenrauch droben
die Sonne halb zu, -
genieß das noch Blaue,
zerstreue das Graue,
sei heiterer: d u .
Erschlafft ist die Laute
nicht, nur der vertraute
Klangumfang verrückt:
Nimm's an, und erfahre,
wie oft noch der klare
Gesang dich beglückt.
Stoff? Draußen und innen, -
Gefühle durchrinnen
dein Herz bis zuletzt,
neu gären Ideen.
Nicht faul widerstehen,
die Laute ruft: Jetzt!
Du singe ob einer
dir zuhört, ob keiner,
gab Gott dir das Glück.
Und mag auch dein Singen
so nutzlos verklingen
wie Grillenmusik.
MARKUS BIELER
Arany János: Die Barden von Wales
im Schritt auf seinem Falben.
"Was ist sie wert, die Landschaft Wales?
Man zeig mir's allenthalben.
Gibt's fette Äcker, saft'ges Gras,
auch Wald und firische Quellen?
Ob auch der Boden fruchtbar ward
vom Blute der Rebellen?
Und ob das Volk, das biedere Volk
sein Glück darauf gefunden,
wie ich es will, so brav und still
wie Vieh, ins Joch gebunden?"
"Wales ist fürwahr der schönste Stein
in deiner Königskrone.
Das weite Feld zeigt, gut bestellt,
daß sich die Mühe lohne.
Und auch das Volk, das arme Volk,
lebt glücklich hier, Majestät,
wenn längst auch blind die Hütten sind
und wie die Gräber öd."
Es reitet König Eduard
im Schritt auf seinem Falben.
Wohin er ritt, wohin er schritt,
war Stille allenthalben.
Er kam nach Burg Montgomery,
als schon die Sonne sank.
Montgomery, der Herr der Burg,
kredenzt ihm Speis und Trank.
Und Wild und Fisch kam auf den Tisch,
erlesne Leckerbissen.
Der Diener Schar, wohl hundert gar,
hat schwer dran schleppen müssen.
Und was man fand in diesem Land
für fürstliche Gelüste,
trug man herein, auch Sekt und Wein
von ferner Meeresküste.
"Ihr Herrn, und keiner hebt für mich
sein Glas nach alter Art?
Waliser Hunde seid ihr doch,
kein Hoch für Eduard?
Steht Wild und Fisch auch auf dem Tisch,
was Aug und Mund behagt,
ich sehe hier, daß alle ihr
den Teufel im Herzen tragt.
Elende Hunde seid ihr doch!
Kein Hoch klingt an mein Ohr?
Wo ist, der meine Taten rühmt?
Ein Barde trete vor!"
Die Herren sahn sich schweigend an,
die Gäste jäh erblichen,
auf ihrem Antlitz war der Zorn
der blassen Furcht gewichen.
Die Stimme bricht, das Wort erstickt,
der Atem scheint zu stocken.
Wie eine weiße Taube erhebt
ein Greis sich mit weißen Locken.
"Hier ist, der deine Taten rühmt.
Hör zu", spricht der Ergraute;
Geklirr von Stahl und Todesqual
entlockt er seiner Laute.
"Geklirr von Stahl und Todesqual,
blutrot der Sonne Bahn,
Blutstrom verlockt des Nachts sich das Wild,
König, das hast du getan!
Tausende hast du niedergemäht
wie Garben, Mann neben Mann.
Verzweiflung, Tränen überall,
König, das hast du getan!"
"Auf den Scheiterhaufen! Ein böses Lied!"
Hört man den König schrein.
"Ich wünsche sanfteren Gesang!"
Ein junger Bard tritt ein.
"Es säuselt sanft der Abendwind
her von der Milford-Bucht.
Er bringt der Waisen Jammerschrei:
König, du seist verflucht!
Gebier nicht, Frau, und still kein Kind
zum Sklaven für dies Reich..."
Ein Wink - und er wird abgeführt
mit jenem Greis zugleich.
Doch kühn und ungerufen stellt
ein dritter Sänger sich hin.
Sein Saitenspiel hat Klänge viel,
sein Wort nur einen Sinn:
"Die Besten fielen in der Schlacht -
vernimm das, Eduard -,
es lebt kein Barde, der dich rühmt
nach guter alter Art.
Noch unvergessen brennt der Schmerz,
vernimm das, Eduard.
Ein Fluch auf dich ist jedes Wort,
das hier gesungen ward."
"Das wird man sehn", kam der Befehl,
und alle ringsum erstarrten.
"Auf den Scheiterhaufen mit jedem Rebell,
mit jedem Waliser Barden!"
Und auseinander stob der Troß
mit dem Befehl im Lande.
So spielte sich das Festmahl ab,
Montgomerys Schmach und Schande.
Und Englands König Eduard sprengt
fort auf seinem Falben.
Rundum in Brand das ganze Land,
es lodert allenthalben.
Fünfhundert Barden, jung und alt,
den Scheiterhaufen betraten,
nicht einer war dazu bereit,
zu preisen Eduards Taten.
"Ha, ha, wer schreit? Was für ein Lied
auf Londons Straßen man hört?
Aufhängen laß ich den Lord Mayor,
wenn ein Geräusch mich stört."
Still wird's sofort an jedem Ort
aus Angst vor strengen Strafen.
Den Tod bringt schon ein lauter Ton!
Der König kann nicht schlafen!
"Ha, Pfeifen, Trommeln, Musik herbei
und schmetternde Posaunen!
Laßt nicht das Festgelag von Wales
den Fluch ins Ohr mir raunen!"
Doch über Pfeifen und Trommeln hinweg
und durch das Hörnerklingen
hört man fünfhundert Barden laut
das Lied der Märtyrer singen.
ANNEMARIE BOSTROEM
Donnerstag, 10. Dezember 2009
József Attila: Thomas Mann üdvözlése vs. Thomas Mann zum Gruss
Thomas Mann üdvözlése
Mint gyermek, aki már pihenni vágyikés el is jutott a nyugalmas ágyig
még megkérlel, hogy: „Ne menj el, mesélj” –
(igy nem szökik rá hirtelen az éj)
s mig kis szive nagyon szorongva dobban,
tán ő se tudja, mit is kiván jobban,
a mesét-e, vagy azt, hogy ott legyél:
igy kérünk: Ülj le közénk és mesélj.
Mondd el, mit szoktál, bár mi nem feledjük,
mesélj arról, hogy itt vagy velünk együtt
s együtt vagyunk veled mindannyian,
kinek emberhez méltó gondja van.
Te jól tudod, a költő sose lódit:
az igazat mondd, ne csak a valódit,
a fényt, amelytől világlik agyunk,
hisz egymás nélkül sötétben vagyunk.
Ahogy Hans Castorp madame Chauchat testén,
hadd lássunk át magunkon itt ez estén.
Párnás szavadon át nem üt a zaj -
mesélj arról, mi a szép, mi a baj,
emelvén szivünk a gyásztól a vágyig.
Most temettük el szegény Kosztolányit
s az emberségen, mint rajta a rák,
nem egy szörny-állam iszonyata rág
s mi borzadozva kérdezzük, mi lesz még,
honnan uszulnak ránk uj ordas eszmék,
fő-e uj méreg, mely közénk hatol –
meddig lesz hely, hol fölolvashatol?...
Arról van szó, ha te szólsz, ne lohadjunk,
de mi férfiak férfiak maradjunk
és nők a nők - szabadok, kedvesek
- s mind ember, mert az egyre kevesebb...
Foglalj helyet. Kezdd el a mesét szépen.
Mi hallgatunk és lesz, aki csak éppen
néz téged, mert örül, hogy lát ma itt
fehérek közt egy európait.
Thomas Mann zum Gruss
Dem Kinde gleich, das sich nach Ruhe sehntUnd sich schon müde in den Kissen dehnt
Und bettelt: Ach, erzähl mir was, bleib da...
(Dann ist das böse Dunkel nicht so nah.)
Und das - sein kleines Herz schlägt hart und heiß -,
Was es sich eigentlich da wünscht, nicht weiß:
Das Märchen oder daß du bei ihm bist -
So bitten wir: Bleib eine kurze Frist!
Erzähl uns was, selbst wenn wir es schon kennen!
Sag, daß wir uns mit Recht die Deinen nennen!
Daß wir, mit dir vereint, deine Gemeinde,
Des Menschen wert sind und des Menschen Freunde.
Du weißt selbst, daß die Dichter niemals lügen.
So laß die Wahrheit, nicht die Fakten siegen,
Die Helle, die dem Herzen du gebracht -
Denn unsre Einsamkeit, das ist die Nacht.
Laßt heut uns, Freunde, uns durchschaun. So sah
Hans Castorp einst den Leib der Frau Chauchat.
Kein Lärm, der durch des Wortes Vorhang dringt...
Erzähl, was schön ist und was Tränen bringt.
Laß, nach der Trauer, endlich Hoffnung haben
Uns, die wir Kosztolányi grad begraben...
Ihn fraß der Krebs nur. An der Menschheit Saat
Frißt tödlich schrecklicher der Dschungelstaat.
Was hält die Zukunft noch in ihrem Schoß?
Wann bricht das Wolfsgeschmeiß gegen uns los ?
Kocht schon das neue Gift, das uns entzweit?
Wie lang noch steht ein Saal für dich bereit?
Das ists: Wenn du sprichst, brennt noch unser Licht,
Es leisten auf ihr Mannsein nicht Verzicht
Die Männer, Frauen lächeln wunderbar,
Noch gibt es Menschen (doch sie wurden rar... )
Setz dich! Fang an! Laß uns dein Märchen hören!
Und manche - doch sie werden dich nicht stören -
Schaun dich nur an. Sie wollten zu dir gehn,
Den Europäer unter Weißen sehn...
Ady Endre: Góg és Magóg fia vagyok én vs. Ich bin ein Sohn von Gog und Magog
Góg és Magóg fia vagyok én
Góg és Magóg fia vagyok én,
Hiába döngetek kaput, falat
S mégis megkérdtem tőletek:
Szabad-e sírni a Kárpátok alatt?
Verecke híres útján jöttem én,
Fülembe még ősmagyar dal rivall,
Szabad-e Dévénynél betörnöm
Új időknek új dalaival?
Fülembe forró ólmot öntsetek,
Legyek az új, az énekes Vazul,
Ne halljam az élet új dalait,
Tiporjatok reám durván, gazul.
De addig sírva, kínban, mit se várva
Mégis csak száll új szárnyakon a dal,
S ha elátkozza százszor Pusztaszer,
Mégis győztes, mégis új és magyar.
Ich bin ein Sohn von Gog und Magog
Ich bin ein Sohn von Gog und Magog, klopfe –
O Tore, Mauern! – überall vergeblich an
Und frage euch, und frage euch dennoch, ob man
Wohl unter den Karpaten weinen kann.
Vom Osten bin ich den berühmten Weg gekommen,
Die Lieder Ungarns schallten mir ins Ohr.
Ich frag: Brech ich von Dévény her, vom Westen,
Mit neuen Liedern neuer Zeit hervor?
Bin ich aus Árpáds Haus ein neuer Sänger,
Gießt mir die Ohren zu mit heißem Blei,
Daß ich nicht hör des Lebens neue Lieder,
Schlagt mich zusammen, tretet mich zu Brei.
Und quält’ sich dieses Lied auch, nichts erwartend,
Auf einer Schwinge fliegt’s, der keine andre glich.
Und wenn’s die Gestrigen auch tausendmal verfluchen,
Ist es doch sieghaft, neu und ungarisch.
Montag, 30. November 2009
Samstag, 21. November 2009
Arany János: Klára Zách *
(SO SANG EIN SPIELMANN IM 14. JAHRHUNDERT)
In dem königlichen Garten
sind erblüht im Morgenschein
weiße Rosen, rote Rosen...
Blondes Mädchen, wärst du mein!...
"Königin, gestrenge Schwester,
ach, inständig bitt ich dich:
Laß mir doch die rote Rose,
ganz verliebt in sie bin ich!
Fühl mich krank, wenn ich dran denke!
glaub, daß mir das Herz noch bricht!
Soll ich wegen einer Blume
sterben? - Sag, das willst du nicht!" -
"Schweig, ich kann sie dir nicht lassen!
Schäm dich, Bruder Kasimir!
Schweig, bevor ich zornig werde!
Geh, und zügle deine Gier!
Muß zur heiligen Messe gehen,
hab es eilig! - Bist du krank,
lege dich ein Stündchen nieder
hier auf meiner Polsterbank."
Ging die Königin zur Messe,
ließ ihn stehen ohne Gruß,
winkte nur noch ihren Jungfraun
ihr zu folgen auf dem Fuß.
Wollte in der Kirche beten,
seufzte plötzlich, ratlos schier:
Hab den Rosenkranz vergessen,
nun, ein Mädchen holt ihn mir...
"Klara, lauf zurück zum Schlosse,
hol den Rosenkranz geschwind!
Auf dem Schemel, auf dem Sofa
findest du ihn wohl, mein Kind!
Klara lief, den Kranz zu holen,
hatte nichts als dies im Sinn.
In der Kirche ungeduldig
wartete die Königin.
Eine Stunde war vergangen,
Klara, ach, wo gingst du hin?...
In der Kirche ganz vergeblich
wartete die Königin.
Klara ließ sich bei der Herrin
und den Jungfraun nicht mehr sehn.
Lieber auf dem Friedhof liegen
wollt' sie, als dorthin zu gehn!
Lieber bei den Toten ruhen!
Leichter wär die Erde da!
Als zum greisen Vater gehen
und gestehen, was geschah...
Doch sie ging... Der Vater fragte:
"Bist so blaß! Sag, was dir fehlt!
Komm an meine Brust, laß hören,
was dir zustieß, was dich quält!"
"Väterchen, ich hab gesündigt"
- sprach sie -, "ach, was wird aus mir?
Laß mich knien zu deinen Füßen!
Strafe mich, stoß mich von dir!"...
Mittag war es, und die Glocke
lud im Schloßhof ein zum Mahl,
als der greise Vater Klaras,
Felician, trat in den Saal.
Aber nicht nach Tafelfreuden
stand dem grimmen Greis der Sinn.
Mit gezücktem, scharfem Schwerte
trat er vor die Königin.
"Rache!" - rief er - "für die Tochter!
Kupplerin, fahr hin ins Grab!"
Doch der Hieb, er ging daneben,
schnitt ihr nur vier Finger ab.
"Tod!" - rief er - "Tod euren Söhnen
für mein Kind, das Ihr entehrt!" -
Da sprang Gyulafi dazwischen,
schlug ihm aus der Hand das Schwert.
"Wache! Wache!" - schrie der König.
"Cselenyi, ergreif den Mann!"
Und fürwahr in Stücke schlugen
sie den alten Felician.
"Teure Gattin" - sprach der König -,
"ach, vier Finger fehlen dir!
Sollst sie nicht umsonst betrauern!
Sag, was wünschst du dir dafür?"...
"Wünsche für den Zeigefinger
seiner Tochter Tod zum Lohn,
und für meinen Mittelfinger
sterbe sein erwachsner Sohn!
Meine anderen zwei Finger
wären nur dadurch gerächt,
wenn man gnadenlos ausrottet
gänzlich Felicians Geschlecht!"
Böse Zeiten! Böse Zukunft
kündet uns der Sterne Stand!
Möge Gott davor bewahren
unser armes Ungarnland!...
MARTIN REMANÉ
* Zách sprich Satsch
Weitere Gedichte von Arany finden Sie HIER
Montag, 16. November 2009
Kosztolányi Dezső: Európa vs. Europa
Európa, hozzád,
feléd, tefeléd száll szózatom a század
vak zűrzavarában,
s míg mások az éjbe kongatva temetnek,
harsány dithyrambbal én terád víg,
jó reggelt köszöntök.
Ó ősi világrész,
te régi, te rücskös, te szent, te magasztos,
lelkek nevelője, illatokat és ízt
szürő, csodatévő, nagyhomloku, könyves,
vén Európa.
Ha mostoha is vagy, viaskodom érted
és verlek a számmal és csókkal igézlek
és szókkal igázlak, hogy végre szeress meg.
Ki téphet el innen,
ki téphet el engem a te kebeledről?
Nem voltam-e mindig hű, tiszta fiad tán?
Kölyökkorom óta nem ültem-e éjjel
lámpám sugaránál tanulva a leckéd,
vigyázva, csodálva száznyelvü beszéded,
hogy minden igéje szivembe lopódzott?
Már értik azóta az én gügyögésem,
bármerre vetődjem, sokszáz rokonom van,
bármerre szakadjak, testvérem ezer van.
Nem láttam-e Kölnben a német anyókát
esőbe csoszogni, Párizsba a tündér
francia leányok könnyű szökelését,
Londonban a lordok hajának ezüstjét,
s nem ettem-e, ittam munkásnegyedekben,
családi szobákba lármás olaszokkal?
Nem fájt-e velőmig a szlávok, a sápadt
szlávok unalma, a bánat aranyszín
fáradt ragyogása?
Mind édes-enyémek a népek e földön,
kitágul a szívem, beleférnek együtt.
Fogadjatok engem
ti is szivetekbe,
s ti távoli népek
kürtösei, költők,
pereljetek értünk otthon a mivélünk
perlőkkel, anyánkért, s mi tiértetek majd
itthon perelünk, hogy élhessen anyátok.
Kiáltsatok együtt,
Európa bátor szellemei, költők,
hogy gyáva vadállat bújik el a vackán
és vaksi vakondok fúr alagútat.
Daloljatok együtt,
fények, fejedelmek, szellem-fejedelmek,
hogy lélek a várunk, légvár a mi várunk,
ezt rakjuk az égig, kemény szeretetből
és légi szavakból.
Kezdjetek előlről építeni, költők,
légvár katonái.
1930
Europa
Stiefmutter, ringend um deine Liebe
schlägt dich mein Mund, behex ich mit Küssen dich,
beug dich mit Worten, daß du mich endlich erkennst...
Wer könnt' uns entzweien,
deiner Brust entreißen mich? War ich nicht
stets dein reiner treuer Sohn?
Saß ich als Knabe denn nicht schon wie heut
lernend beim Lampenlicht deine Lektionen,
hinlauschend deiner vielsprachigen Rede,
daß jedes Wort ins Herz sich stahl?
Schon versteht man seitdem mein Gelalle,
wo ich auch hintreib, hab ich hundert Verwandte,
wo's mich auch hinzieht, Brüder hab ich tausend.
Sah ich denn im trüben Köln des deutschen Muttchens
Schlurfen nicht, der elfeschen Pariser Mädchen
schwingendes Hüpfen, das silbrige Haar
des Lords in London, und aß und trank
ich nicht in den Arbeitervierteln
mit lauten Italienern am Familientisch?
Schmerzte denn nicht bis ins Mark mich der Slawen,
der bleichen Slawen Langweile, goldfarbener
müder Glanz ihres Grams?
Mein Herz ist offen jedem Volk der Erde,
es weitet sich, alle haben drin Platz.
So laßt auch mich
in euer Herz.
Ihr ferner Völker
Hornisten, ihr Dichter, streitet um uns
mit denen zuhaus, die uns bestreiten,
um unsere Mutter, ein gleiches gilt uns:
zu streiten um euch, eurer Mutter Leben.
Ruft gemeinsam,
Europas entschlossene Geister, Dichter:
hier duckt feige Bestie sich auf ihrem Lager, -
und blinder Maulwurf wühlt im Tunnelgang.
Singt gemeinsam,
Lichter, Fürsten, Geistesfürsten:
Ein feste Burg sei unsre Seel, Luftschloß unsre Burg,
die wirzum Himmel hochmauern, aus männlicher Liebe,
aus luftigen Worten.
Beginnt den Bau aufs neue, Dichter,
Luftschloß-Musketiere.
Kárpáti, Andreas
Donnerstag, 12. November 2009
Freitag, 6. November 2009
Freedom for SZÉKELYFÖLD-Szeklerland
Székely Land (Hungarian: Székelyföld; Latin: Terra Siculorum; Romanian: Ţinutul Secuiesc) refers to the territories inhabited by the Székely, a Hungarian people living in eastern Transylvania, centre of present-day Romania. They live in the valleys and hills of the Eastern Carpathian Mountains, corresponding to the present-day Harghita, Covasna, and parts of Mureş Counties in Romania.
Originally, the name Székely Land, or Szekler Land denoted an autonomous region within Transylvania. It existed as a legal entity from medieval times until 1876, when its role was replaced by the county system.
There are approximately 670,000 Székelys living in Székely Land, or 59% of the populations of Harghita, Covasna and Mureş counties. The percentage of Székelys is higher in Harghita and Covasna (84.6% and 73.8% respectively), and lower in Mureş County, which was not entirely part of the traditional region (39.3%).
From the 12th and 13th centuries until 1876, the Székely Land enjoyed a considerable but varying amount of autonomy, first as a part of the Kingdom of Hungary, then inside the Principality of Transylvania, and finally as a part of the Habsburg Empire. The autonomy was largely due to the military service the Székely provided until the beginning of the 18th century. Medieval Székely Land was an alliance of the seven autonomous Székely Seats of Udvarhely, Csík, Maros, Sepsi, Kézdi, Orbai and Aranyos. The number of seats later decreased to five, when Sepsi, Kézdi and Orbai Seats were united into one territorial unit called Háromszék (literally Three Seats).
As a result of the Austro-Hungarian Compromise of 1867, Transylvania became again part of the Kingdom of Hungary within Austria-Hungary and ceased to exist as a separate legal or administrative entity. In 1876, a general administrative reform abolished all the autonomous areas in the Kingdom of Hungary and created a unified system of counties. As a result, the autonomy of the Székely Land came to an end as well. Four counties were created in its place: Udvarhely, Háromszék, Csík, and Maros-Torda. (Only half of the territory of Maros-Torda originally belonged to Székely Land.) The isolated Aranyosszék became a district of Torda-Aranyos county.
In the Treaty of Trianon of 1920 following World War I, the Kingdom of Romania acquired Transylvania. The Romanian language officially replaced Hungarian in Székely Land, but Székely county boundaries were preserved, and Székely districts were able to elect their own officials at local level and to preserve a Hungarian-language education.
In 1940, Romania was forced to cede Northern Transylvania to Hungary in the Second Vienna Award; this territory included most of the historical Székely areas. Hungarian authorities subsequently restored the pre-Trianon structure with slight modifications.
Following the territory's return to Romania after World War II, a Hungarian Autonomous Region was created in 1952, which encompassed most of the land inhabited by the Székely. This region lasted until 1968 when the administrative reform divided Romania into the current counties. Roughly speaking, present-day Harghita County encompasses the former Udvarhely and Csík; Covasna County covers more or less the territory Háromszék; and what used to be Maros-Torda is part of present-day Mureş County. The former Aranyosszék is today divided between Cluj and Alba Counties.
After the fall of Communism, many hoped that the former Hungarian Autonomous Region, abolished by the Ceausescu Regime, would soon be restored again. This has not come true, however, there are Székely autonomy initiatives[1][2] and further efforts from Székely organisations to reach a higher level of self-governance for Székely Land within Romania.
On the 2nd of February, 2009, Romanian President Traian Basescu has met in Budapest, Hungary with Hungarian President László Sólyom and discussed issues regarding minority rights and regional autonomy. Basescu affirmed "The Hungarian minority will never be given territorial autonomy".
Samstag, 31. Oktober 2009
Kosztolányi Dezső: Akarsz-e játszani vs. Willst Du Immer Spielen?
A játszótársam, mondd, akarsz-e lenni,
akarsz-e mindig, mindig játszani,
akarsz-e együtt a sötétbe menni,
gyerekszívvel fontosnak látszani,
nagykomolyan az asztalfőre ülni,
borból-vízből mértékkel tölteni,
gyöngyöt dobálni, semminek örülni,
sóhajtva rossz ruhákat ölteni?
Akarsz-e játszani mindent, mi élet,
havas telet és hosszu-hosszu őszt,
lehet-e némán teát inni véled,
rubin-teát és sárga páragőzt?
Akarsz-e teljes, tiszta szívvel élni,
hallgatni hosszan, néha-néha félni,
hogy a körúton járkál a november,
az utcaseprő, szegény, beteg ember,
ki fütyürész az ablakunk alatt?
Akarsz játszani kígyót, madarat,
hosszú utazást, vonatot, hajót,
karácsonyt, álmot, mindenféle jót?
Akarsz játszani boldog szeretőt,
színlelni sírást, cifra temetőt?
Akarsz-e élni, élni mindörökkön,
játékban élni, mely valóra vált?
Virágok közt feküdni lenn a földön,
s akarsz, akarsz-e játszani halált?
1912
Willst Du Immer Spielen?
Sag, willst du meine Spielgefährtin sein,
Und willst du immer, immer wieder spielen,
Willst zweisam gehn ins Düstere Hinein,
Wie Kinderherzen dich so wichtig fühlen
Und tiefernst obenan zu Tisch dich setzen,
Das Wasser und den Wein mit Maßen füllen,
Die Perlen werfen, dich am Nichts ergötzen
Und stöhnend dich in schlechte Kleider hüllen?
Willst all das spielen, all das Leben hier,
Den langen, langen Herbst, des Winters Schnee;
Ist’s möglich, Tee zu trinken stumm mit dir,
Den dampfenden, rubinrotfarbenen Tee?
Ob herzensrein zu leben du gewillt,
Zu schweigen rief, zuweilen furchterfüllt,
Wenn der November über’n Ring heran,
Der Straßenkehrer, schleicht, der alte Mann,
Vor unsrem Fenster pfeifend immerzu?
Willst Schlange spielen und das Vöglein du,
Ein Schiff, die Eisenbahn und weite Reisen,
Die Weihnacht, Träume; gute Sachen preisen?
Die glückliche Geliebte spielen, schönen
Geschmückten Friedhof vortäuschen, mit Tränen?
Sag, willst du leben, leben für und für,
Im Spiele leben, das zur Wahrheit ward?
Willst unter Blumen ruhn auf Erden hier
Und spielen, spielen auch den Todes Part?
Klein-Krautheim, Ferdinand
